katzenfreundli.ch
24.04.2014 

AGLAT vom 13. bis 15. Juni 2014

Besuchen Sie uns an der Gewerbeausstellung AGLAT in Laufen am Stand Nummer 57 (in der Eishalle).

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Ihr Team vom Tiergesundheitszentrum AM BLAUEN
23.08.2012 

125 Jahre : Geschichte einer Tierarztfamilie (1886 -2011)

Über ein Jahrhundert zum Wohl der Tiere

Martin Staub

 

 

Zu Fuss, mit dem Velo oder Pferd wurde vor über 100 Jahren die Meldung von einem kranken Tier - meist war das ein Pferd oder eine Kuh - überbracht. Etwa zum hier abgebildeten Haus in Rodersdorf, wo Josef Altenbach 1886 seine Tierarztpraxis eröffnete. Er machte sich dann mit dem «Chesli» (ein Pferdegespann mit Wagen) auf den Weg in das entsprechende Dorf. Dort erwartete man den Tierarzt schon, und nach getaner Arbeit musste er noch in dem einen oder anderen Stall eine weitere Visite machen. Es sprach sich nämlich immer herum, wenn der Tierarzt da war, und man nutzte die Gelegenheit, diesen auch noch schnell um Rat zu fragen.

 

Josef Altenbach erlangte 1886 in Stuttgart sein Diplom als «Pferdearzt». Da damals kaum andere Tiere ärztlich behandelt wurden, stand dieser Name für «Tierarzt».

Heute geht man in der Namensgebung noch weiter. «Tiergesundheitszentrum Am Blauen» nennt sich beispielsweise die Praxis von Dr. med. vet. Reto Meier in Laufen. Und damit sind wir auch schon mittendrin in unserer über 125-jährigen Tierarzt-Geschichte der Familien Altenbach und Meier.

Der Eingangs erwähnte Josef Altenbach (1861-1925) ist der Urgrossvater von Reto Meier, welcher 1996 die Tierarztpraxis von seinem Vater Peter Meier übernommen hatte. Peter Meier war der Sohn von Anna Altenbach - jüngste Tochter von Josef Altenbach - die den Tierarzt Hermann Meier aus Metzerlen ehelichte.

 

Die Erfolgsgeschichte einer Tierarztfamilie über vier Generationen hat also Urgrossvater Josef Altenbach eröffnet. Ein vielbeschäftigter Mann und ein allseits beliebter obendrein, wie sich in seinem Nachruf im Schwarzbueb von 1926 nachlesen lässt. Der mit 64 Jahren Verstorbene war nämlich nicht nur Tierarzt in Pfirt (Ferrette) und Rodersdorf, sondern auch Solothurner Kantonsrat. «Und in die Hauptstadt soll Josef Altenbach immer mit seinem ?Chesli? über Chall und Passwang zur Session gefahren sein», berichtet Denise Meier, die sich für die Geschichte ihres Mannes besonders interessiert.

 

 

Hermann Meier - Ein Mann für alle Fälle

Als vor rund 100 Jahren ein Bauernsohn aus Metzerlen nach Einsiedeln ins Internat geschickt wurde, hoffte man im Dorf, dass er einst als Pfarrer zurückkehren würde. Obwohl er seine Schulzeit, wie ein Mönch gekleidet in einer Kutte verbrachte, verspürte Hermann Meier aber nie den Wunsch, Pfarrer zu werden. Nach der Matura absolvierte er seine RS als Kavallerist und dies bestärkte ihn darin, das Veterinärstudium in Angriff zu nehmen. Er schrieb sich in Zürich an der Tierärztlichen Fakultät ein. Zuerst war man im Dorf schon etwas enttäuscht, doch dann freute man sich darüber, dass es im Leimental bald wieder einen Tierarzt geben würde. Seit dem Tod von Joseph Altenbach war das Tierarzthaus in Rodersdorf nämlich verwaist.

 

Nach dem Studium eröffnete Hermann Meier seine Praxis in Bulle, weil seine Kameraden von der Kavallerie ihn als Pferdearzt sehr schätzten und ihn ermunterten, bei ihnen im Welschland eine Praxis zu übernehmen.

Über Max Altenbach lernte er kurz darauf dessen Schwester Anna kennen und lieben. Da für Anna Altenbach klar war, dass sie Rodersdorf nie verlassen würde, zog der junge Tierarzt nach Rodersdorf ins Gasthaus Rössli. Nun praktizierte die 2. Generation im Leimental. Zuerst besuchte er seine Patienten noch hoch zu Ross, doch schon bald nutzte er die neuen Techniken und kaufte sich ein Motorrad. Als er zur Prüfung nach Breitenbach fuhr, empfing ihn der Experte mit den Worten: «Wenn Sie vom Leimental bis nach Breitenbach fahren können, haben Sie die Motorradprüfung bestanden». Auch das erste Telefon von Rodersdorf war bald bei ihnen zu Hause im Postbüro installiert. Da Hermann Meier immer fortschrittlich dachte, setzte er auch grosse Hoffnungen in das gerade entdeckte Penicillin (Alex Flemming, 1928) und setzte es mit viel Erfolg in der Praxis ein. Sein ganzes Leben war er Neuem gegenüber sehr aufgeschlossen und deshalb auch immer auf dem neusten Stand der Veterinärmedizin.

Hermann Meier war mit Leib und Seele Tierarzt, mit Politik und Restaurant hatte er wenig am Hut. Bald löste ein Auto das Motorrad ab, und weil der Zweite Weltkrieg vor der Tür stand, richtete er sich gleich noch eine eigene Tankstelle ein.

 

So wie das öffentliche Telefon in der Poststube, nutzte man auch gerne eine Mitfahrgelegenheit mit dem Tierarzt ins Nachbardorf. Oft wurde der Tierarzt auch von kranken Mitmenschen um Rat gefragt. Einmal bat ihn eine Mutter ihre Tochter, welche starke Bauchschmerzen hatte, nach Basel ins Spital zu fahren. Unterwegs stellte sich der akute Blinddarm als Geburtswehen heraus, und in Oberwil, nah einem Brunnen, half er einem neuen Erdenbürger auf die Welt.

 

Nach dem Krieg konnte er wieder bis weit ins Elsass hinein praktizieren, seine Kundschaft schätzte ihn sehr und war froh, ihn wieder rufen zu können. Bis ins hohe Alter hat man Hermann Meier zu Notfällen gerufen, mit 91 Jahren hat er noch bei einer Kuh einen Gebärmuttervorfall reponiert. Wie in der TV-Serie «Der Doktor und das liebe Vieh» kam Hermann Meier oder der Herr Doktor, wie man ihn gewöhnlich nannte, stets mit Hemd und Krawatte in den Stall und seine Lebensgeschichte war ebenso spannend.

 

Diagnose ohne Computerhilfe

«Ich habe den ?Tierarztschurz? gerade rechtzeitig an den Nagel gehängt», sagt Peter Meier lachend. Das war vor rund 15 Jahren, als der heute 79-Jährige seine Laufner Tierarztpraxis seinem Sohn Reto übergeben hatte. «Mit Computern habe ich nichts am Hut», fährt er fort, «wir damaligen Tierärzte waren bei unseren Diagnosen alleine auf unsere Ohren sowie auf Geruchs- und Tastsinn angewiesen.»

 

Peter Meier war Tierarzt mit Leib und Seele. Ein Frühberufener dazu. Bereits mit 15 Jahren brachte er im Auftrag seines Vaters in seiner Heimatgemeinde Rodersdorf sein erstes Kalb zur Welt. Ein unvergessliches Erlebnis, wie er bestätigt. «Überhaupt gehören Geburten - nebst erfolgreichen Operationen - zu den schönsten Momenten eines Tierarztes», ergänzt sein Sohn. «Ja, da ging ich immer mit Freude hin, auch mitten in der Nacht und wenns sein musste, auch gern zweimal», lässt Peter Meier seine Begeisterung noch immer spüren. Betreffend Kategorie «erfolgreiche Operationen» erinnert er sich an eine dreistündige Zahnziehaktion bei einem Pferd, bei der er zwar enorm geschwitzt habe, das Tier aber von seinem Zahnweh habe befreien können.

 

Eine Berufung

Tierarzt ist ein Beruf, der nur für Idealisten geeignet ist. Damals wie heute. «Bevors mobile Telefone gab, mussten wir immerzu zu Hause sein», erinnert sich seine Frau. Bereits ein kurzer Sonntagsspaziergang um ihr Quartier habe ihnen da das Prädikat «Nie zu Hause, wenn man euch braucht» einbringen können, erinnert sie sich. Seit ihrer Heirat 1962 war sie auch ihres Mannes einzige Assistentin.

 

Peter Meier verdiente nach seinem Studium in Fribourg und Zürich seine Sporen als Tierarzt in verschiedenen Praxen bei seinem Vater (Hermann Meier) in Rodersdorf ab. «Mit 26 wurde ich da angestellt.» Peter Meier übernahm später in Flüh, wo er 1962 seine eigene Praxis eröffnete, auch Vaters Kundschaft, die zu über 50 Prozent im benachbarten Elsass zu Hause war. «Bis ich von Paris zurückgepfiffen wurde», erklärt er, und doppelt nach: «Danach musste ich mich von den Elsässern, die sehr freundliche und dankbare Kunden waren, verabschieden.»

 

1972 eröffnete er zusammen mit seiner Frau die Tierarztpraxis beim Bahnhof Laufen. Erst von da an kam die Behandlung von Kleintieren in Gang. «Früher hatte ein Tierarzt fast nur Nutztiere, also Pferde und Rinder, in seinem Repertoire», erklärt Peter Meier. Dass sich diesbezüglich die Zeiten geändert haben, zeigt die starke Frequentierung der heutigen modernen Kleintierpraxis, die Reto Meier neben dem Haus seiner Eltern vor einigen Jahren in Betrieb genommen hat. Wenns aber um Grosstiere geht, nimmt Vater Peter Meier auch heute noch gerne seinen «Schurz» vom Nagel, wenn Not am Mann ist.

 

Grösseres Team für Service rund um die Uhr

Reto Meier sorgt nun als Inhaber und Leiter des Tiergesundheitszentrums Am Blauen in Laufen die Familientradition in vierter Generation für deren Weiterführung. Er stellte sich den Fragen des Autors.

 

Was hat sich in den vielen Jahren in ihrer Tierarztpraxis am augenfälligsten verändert?

Heute arbeiten wir in einem grösseren Team. Wir sind vier Tierärzte (und mehrere Tiermedizinische Praxisassistentinnen (TPA), die sich die anfallende Arbeit teilen können. Dies erlaubt uns, täglich die medizinischen Fälle zu diskutieren und auch regelmässig Ausbildungen zu besuchen, was schliesslich zu einer ständigen Qualitätsverbesserung beiträgt. Zudem bilden wir auch laufend TPA aus und haben fast wöchentlich «Schnupperlis», die Einblicke in die Praxis erhalten.

 

Gibt es noch etwas zu verbessern?

Sicher, verbessern kann man sich immer. Aber tatsächlich bieten wir heute, dank mehrerer Tierärzte (drei Tierärztinnen im Teilpensum und Reto Meier, Anm. Red.) einen Service rund um die Uhr an, auch an Wochenenden. Dies auch dank der Zusammenarbeit mit der Tierarztpraxis Thierstein in Nunningen.

 

Welche Tierarten behandelt das Tiergesundheitszentrum Am Blauen?

Da ich eben nicht alleine praktiziere wie meine Vorgänger, können wir verschiedene Tierarten abdecken. Hausbesuche sind übrigens nicht nur den Grosstieren vorenthalten, sondern bei Bedarf durchaus auch bei Kleintieren üblich. So beispielsweise wenn mehrere Tiere an einem Ort behandelt werden müssen. So können wir auch Hunde oder Katzen zuhause, in ihrer gewohnten Umgebung einschläfern.

 

Sicher hat sich auch punkto Technik und Administration einiges verändert.

In der Tat. Dank moderner Diagnostik haben wir mit unserem eigenen Labor die Blutresultate noch am selben Tag. Auch Röntgen und Ultraschall sind heute beim Tierarzt tägliche Hilfsmittel.

 

Gibt es denn auch Fälle, die bei Ihnen nicht behandelt werden können?

80 bis 90 Prozent der Tiere können wir als Allgemeinpraktiker in unserem Tiergesundheitszentrum helfen. Bei komplizierteren Fällen arbeiten wir Hand in Hand mit Spezialisten. Hier ist es wichtig, ein gutes Netzwerk zu haben, um für Patienten die beste Überweisung machen zu können.

 

Und wie geht wohl die Tierarztgeschichte nach über 125 Jahren weiter?

Das steht tatsächlich noch in den Sternen. Wir haben zwei Töchter und zwei Söhne im Alter zwischen 12 und 17, die auch schon Interesse an meiner Arbeit oder an der Medizin bekundet haben. Trotzdem ist es sicher noch zu früh, hier eine Prognose zu machen. In jedem Fall sollen meine Kinder frei entscheiden.

23.06.2011 

125 Jahre Tiergesundheitszentrum am Blauen

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20.06.2011 

Aktion

 

Das Tiergesundheitszentrum bedankt sich bei allen Tierhaltern die sich am 31.05.2011 Zeit genommen haben und somit dieses Projekt unterstützten.

Mit Ihrer Hilfe konnte unsere Praxis 1000.- Sfr. spenden.

 

Weitere Informationen finden sie unter www.vsf-suisse.ch 

 
31.05.2011 

Gesundheitsberuferegister

Unter www.medreg.admin.ch/ sind alle in der Schweiz tätigen Medizinalpersonen öffentlich registiert. Unter "Einstieg ins Register" sind auch Fachtitel, Fähigkeitsausweise und Zertifikate ersichtlich.

 

15.10.2010 

Pferde chippen ab 2011

 

 

 

Bern, 12.05.2010 - Ab 2011 müssen alle Fohlen mit einem Mikrochip markiert und alle Pferde in der Tierverkehr-Datenbank (TVD) registriert werden sowie einen Pferdepass haben. Dies hat der Bundesrat am Mittwoch entschieden.

Für eine Kennzeichnung und zentrale Registrierung der Pferde in der Schweiz spricht vieles. Pferde sind oft in ganz Europa und manche gar weltweit unterwegs. Dadurch können jederzeit Pferdekrankheiten in die Schweiz eingeschleppt werden. In der Bekämpfung solcher Ausbrüche ist es entscheidend, dass die Veterinärbehörden möglichst schnell wissen, wo in der Gegend Pferde stehen. Entscheidend ist zudem, dass die Europäische Union bereits seit 2009 eine Chippflicht für Fohlen kennt. Der Mikrochip zur Kennzeichnung von Pferden entwickelt sich deshalb zum europäischen - wenn nicht internationalen - Standard.

Die Registrierung von Pferden ist zudem nichts grundlegend Neues. Bereits heute sind viele Pferde bei Verbänden registriert und haben einen Pferdepass. Zudem müssen seit diesem Jahr alle Pferdehaltungen den kantonalen Koordinationsstellen gemeldet werden. Mit der neuen Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht werden nun alle Daten zentral zusammengeführt und alle Pferde werden erfasst.

Konkret müssen nun die Eigentümer von Pferden, genauer von Equiden, aktiv werden. Eigentümer sind jene, denen ein Pferd, ein Pony, ein Esel, ein Maulesel oder ein Maultier gehört - auch wenn das Tier anderswo in Pension steht. Eigentümer müssen sich und ihre Tiere bis spätestens Ende 2012 bei der Tierverkehrsdatenbank registrieren und, falls noch nicht vorhanden, einen Pferdepass - mit Signalement (äusserliche Erkennungsmerkmale) des Tieres - bestellen. Bei Fohlen, welche nach dem 1. Januar 2011 zur Welt kommen, braucht es zudem einen Mikrochip. Die gesamte Registrierung erfolgt ab 2011 ausschliesslich über das Webportal www.agate.ch. Dort finden Sie schon heute sämtliche Detailinformationen zur Kennzeichnung und Registrierung von Equiden.

Gerne beraten wir Sie und empfehlen uns für das Erstellen von Pferdepässen und Markieren mit dem Mikrochip.

21.07.2009 

neue Rubrik Pinnwand für vermisste, zugelaufene oder verstorbene Tiere

Sie vermissen ein Tier oder Ihnen ist ein Tier zugelaufen? Sie haben ein Tier, welches ein neues zu Hause sucht? Oder Sie möchten sich von Ihrem verstorbenen Tier verabschieden?

Schauen Sie sich unsere neue Rubrik Pinnwand an - wir freuen uns auf rege Nutzung!
19.07.2009 

Impressionen von der AGLAT 2009

Ein paar Bilder von unserem Stand an der AGLAT (Gewerbeausstellung KMU Laufental) vom 15. bis 17. Mai 2009- hier gehts zur Galerie.
08.06.2009 

Petporte - Mikrochip Katzentüre

Die Pet Porte Katzentüre ist entwickelt worden, um Ihren Tieren einen einfachen Zugang zur Aussenwelt zu geben und gleichzeitig zu verhindern, dass fremde Tiere in Ihr Haus kommen. Im Gegensatz zu anderen Katzenklappen muss Ihr Haustier kein Halsband oder andere unhandliche Anhänger (welche stressig und unter Umständen sogar gefährlich sein können) tragen, um die Pet Porte Katzenklappe zu benutzen.

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12.05.2004 

Vetshop für hochwertige Ernährung

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AKTUELL
24.04.2014
AGLAT vom 13. bis 15. Juni 2014
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